Pädagogische Konzeption der Kindertagespflege Kleine Erdenengel

Ein sicherer Ort für kleine Engel, die groß werden wollen.


Es gibt Orte, an denen Kinder nicht einfach nur betreut werden – sondern sich gehalten, verstanden und gesehen fühlen dürfen.

Ein solcher Ort möchte meine Kindertagespflege Kleine Erdenengel sein.


Ich begleite Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren in einer kleinen, liebevollen Gruppe mit viel Herz, Erfahrung und einem Ansatz, der Körper, Geist und Seele verbindet. Hier wachsen Kinder nicht im Takt eines starren Plans, sondern im Rhythmus ihrer eigenen Bedürfnisse.

Bedürfnisorientierte Pädagogik – getragen von Beziehung

Die Grundlage meiner Arbeit ist die bedürfnisorientierte Pädagogik – inspiriert durch die Ansätze von Jesper Juul, Emmi Pikler und Maria Montessori sowie durch meine langjährige Erfahrung in der Trauma- und Intensivpädagogik.


Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie sind Forscher, Fühlende, Beziehungsmenschen. Sie lernen nicht durch Druck, sondern durch Beziehung, Resonanz und das Gefühl:

„Ich bin genau richtig, so wie ich bin.“


Ich nehme jedes Kind mit seinem individuellen Tempo, seinen Gefühlen und Ausdrucksformen ernst. Verhalten wird bei mir nicht bewertet, sondern als Sprache verstanden.

Grenzen setze ich klar, aber immer liebevoll – als Rahmen, nicht als Strafe.


Lernen bedeutet hier:

 • Selbstwirksamkeit erleben

 • Konflikte mit Begleitung selbst lösen dürfen

 • Bedürfnisse benennen lernen

 • emotionale Sicherheit spüren

 • durch echtes Spiel wachsen


Ich bin nicht die, die erzieht. Ich bin die, die begleitet – präsent, mit offenem Herzen und feinen Antennen.


Yoga & Achtsamkeit – innere Stärke beginnt im Kleinen

Manchmal reicht ein Atemzug, um wieder bei sich anzukommen.

Ein kleiner Schmetterling auf dem Bauch, der sich hebt und senkt.

Ein Moment der Stille, ein Bild im Kopf, das beruhigt.


Yoga und Achtsamkeit sind in meiner Tagespflege keine Programme – sie sind Haltung.

Ich schenke den Kindern durch spielerische Impulse den Zugang zu ihrer eigenen Mitte. Sie lernen, ihren Körper wahrzunehmen, Gefühle zu benennen und sich selbst zu beruhigen.


Ob durch Fantasiereisen, sanfte Yoga-Übungen, Klangschalen oder Atemspiele – die Kinder erleben, dass Ruhe kein Muss, sondern ein Geschenk sein kann.


Diese Impulse fördern:

 • emotionale Resilienz

 • Selbstregulation und Konzentration

 • Körperwahrnehmung und Gleichgewicht

 • Empathie – mit sich selbst und mit anderen


Gerade in einer oft überreizten Welt erleben Kinder hier: Ich darf sein. In meiner Ruhe, in meiner Kraft, in meinem Gefühl - mit all meinen Emotionen.


Naturzeit – wo die Welt noch echt ist

Die Natur ist für mich ein Raum, in dem Kinder authentisch, frei und verbunden sein dürfen.

Bei jedem Wetter zieht es uns hinaus – in unseren Garten oder in unser 500 qm großes Naturparadies ganz in der Nähe.


Hier wird gesammelt, gematscht, balanciert, beobachtet und gestaunt.

Die Natur schenkt uns nicht nur Abenteuer, sondern auch einen Ort, an dem Reize reduziert, Sinne aktiviert und Fantasie beflügelt werden.


Wir erleben die Jahreszeiten mit allen Sinnen. Wir riechen Erde, lauschen Vögeln, spüren Wind.

Wir gehen nicht einfach raus – wir tauchen ein in ein Stück echte Kindheit.


Warum diese Kombination?

Weil sie trägt.

Weil sie stärkt.

Weil sie Kindern gibt, was sie heute mehr denn je brauchen:

 • Sicherheit statt Druck

 • Verbindung statt Bewertung

 • Raum statt Enge

 • eine Bezugsperson, die wirklich da ist


Die Kombination aus bedürfnisorientierter Pädagogik, Yoga, Achtsamkeit und Naturerleben ermöglicht Kindern, sich selbst kennenzulernen – mit allem, was sie sind. Sie lernen, ihre Grenzen wahrzunehmen, mit Gefühlen umzugehen und auf ihre innere Stimme zu hören.

Das ist für mich wahre Bildung.

Eingewöhnung – behutsam, individuell, bindungs-/ Beziehungsstärkend 

Der Start in die Betreuung ist für viele Familien ein großer Schritt – und für Kinder eine emotionale Herausforderung. Deshalb gestalte ich die Eingewöhnung bewusst sanft, liebevoll und flexibel

 

Meine Orientierung: Eine Mischung aus dem Münchener Modell und dem situativen Ansatz

 

Das Münchener Modell stellt die Beziehungsentwicklung zwischen Kind und Tagespflegeperson in den Mittelpunkt. In der ersten Phase ist ein Elternteil stets anwesend. Ich beobachte, baue Kontakt auf, biete Nähe an – ohne zu drängen. Erst wenn das Kind bereit ist, beginnen schrittweise kurze Trennungsversuche. 

 

Gleichzeitig arbeite ich situativ: Jedes Kind bringt seine eigene Geschichte mit. Manche tauchen schnell ein, andere brauchen Wochen. Und beides ist richtig. Ich richte mich nach dem Tempo Ihres Kindes – nicht nach einem festen Plan. 

 

Ziel ist nicht die schnelle Trennung, sondern eine sichere Beziehung. 

Denn nur wer sich sicher fühlt, kann frei lernen, spielen und wachsen.

Verpflegung – natürlich, bewusst und gemeinsam 

Essen ist bei den kleinen Erdenengel mehr als Nährstoffaufnahme – es ist Teil unseres Miteinanders, ein Moment der Verbindung und Wertschätzung. 

 

Wir essen gemeinsam an einem großen Tisch. Die Kinder dürfen mithelfen, mitentscheiden und selbst bestimmen, was und wie viel sie essen möchten. Dabei entstehen oft wunderschöne Gespräche – über Farben, Tiere, Träume und das Leben. 

 

Ich biete: 

 • vegetarische und vegane Mahlzeiten 

 • auf Wunsch der Eltern auch kindgerechte Fleischgerichte 

 • ausgewogene, frische Lebensmittel (regional, saisonal wenn möglich) 

 • Getränke: Wasser, ungesüßter Tee, verdünnte Saftschorlen 

 

Ein besonderes Highlight ist unser kleiner Naschgarten: Gemeinsam mit den Kindern pflanzen wir Obst und Gemüse an – Tomaten, Erdbeeren, Möhren, Kräuter. Sie erleben, wie etwas wächst, reift und geerntet wird. Und wenn wir dann zusammen den ersten selbstgezogenen Apfel probieren, ist das mehr als gesund – es ist pures Staunen. 

 

So lernen Kinder: 

 • woher unser Essen kommt 

 • Verantwortung für Pflanzen und Natur zu übernehmen 

 • mit Freude zu genießen, ohne Zwang 

 

Denn: Essen darf bunt, vielfältig und liebevoll sein – genau wie die Kinder selbst.

Rechtliche Rahmenbedingungen – für Klarheit und Sicherheit

Die Kindertagespflege Kleine Erdenengel ist eine anerkannte Betreuungsform gemäß § 23 SGB VIII. Ich verfüge über eine gültige Pflegeerlaubnis des zuständigen Jugendamtes und arbeite in enger Kooperation mit den Fachberater*innen vor Ort.


Das bedeutet konkret:

 • Ich betreue maximal 5 gleichzeitig anwesende Kinder
 • Es besteht ein umfassender Versicherungsschutz (Haftpflicht & Unfall)

 • Ich unterliege dem Kinderschutzauftrag nach § 8a SGB VIII

 • Ich dokumentiere die Entwicklung der Kinder gemäß gesetzlicher Vorgaben

 • Ich nehme regelmäßig an Qualifizierungen und Fortbildungen teil

 • Die Finanzierung erfolgt durch das Jugendamt in Zusammenarbeit mit den Eltern


Diese gesetzlichen Grundlagen sorgen dafür, dass meine liebevolle, individuelle Betreuung auch auf einer verlässlichen und professionellen Basis steht.


Zum Schluss: Was mir am Herzen liegt

Kinder brauchen keinen perfekt geplanten Tag.

Sie brauchen Menschen, die sie fühlen, Räume, in denen sie frei atmen können – und ein JA zu dem, was sie mitbringen.


Ich lade Sie ein, gemeinsam mit mir diesen Weg zu gehen.

Ein Weg, auf dem Ihr Kind Geborgenheit spürt, Vertrauen entwickelt und mit Neugier wachsen darf.


Denn hier darf es heißen:

„Ich bin willkommen. So wie ich bin.“